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DIE TIERHÖLLE IST MITTEN UNTER UNS!

Wieder gab es schreckliche Bilder aus einem steirischen Stall. Die Bilder konnten viele von Ihnen hier auf menscherei.com sehen. Diesmal geschah das Ganze in Graz. Der Bauer wurde von uns angezeigt und der Amtstierarzt ist jetzt zum Handeln gezwungen.

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Graz, April 2017: Angekettet und zur Bewegungslosigkeit verurteilt. Keinen Meter nach vorne oder zurück. Dort wo das Futter sein sollte ein kloakenähnlicher Untergrund.
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Graz, April 2017: Die Tiere in ihren Buchten eingepfercht. Bewegungsfreiheit – NULL

Es ist erschreckend und beschämend, wenn man sieht, wie bei uns mit den Tieren umgegangen wird. Auch erschreckend sind so manche Kommentare, die wir unter dem Video-Bericht  des Aktiven Tierschutz Steiermark lesen mussten. Dort werden von Menschen, freilich einigen wenigen, diese Bauern auch noch verteidigt, denn nur ganz, ganz wenige würden ihre Tiere so schrecklich behandeln. Nun, die Bilder sprechen eine andere Sprache. Wenn man sich zum Beispiel das Material des VGT ansieht, bekommt man eher den Eindruck, dass dies der Standard ist. Ein schlimmes Beispiel war ja vor einigen Jahren, im Jahr 2013, der Betrieb des Josef K., aus Allerheiligen bei Wildon. Aus seinem Betrieb wurden damals grauenhafteste Bilder von Schweineleid aufgenommen. Die AMA entzog ihn damals die AMA-Hoftafel, eine besondere Auszeichnung für Landwirte mit vorbildlicher Tierhaltung.

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Ein Bild aus dem Betrieb des Josef K., 2013, Allerheiligen bei Wildon

Nun, dieser Josef K. war und ist nicht irgendwer in der Bauernschaft. Er wurde sogar einige Monate nach dem Skandal rund um seinen Hof, als Bauer der Woche ausgezeichnet. Freilich nur in der Bauernzeitung „Neues Land“, aber immerhin schien es in der Bauernschaft niemanden zu interessieren, was Tierschützer über diesen Mann ans Tageslicht gebracht hatten. Weiters ist K., Obmann des steirischen Tiergesundheitsdienstes, ehemaliger Landtagsabgeordneter, ein Vorstandsmitglied des Bauernbundes und seit letztem Jahr auch noch der Vertreter der Altbauern. Also, ein angesehener Mann, dem solche Schrecklichkeiten in seinem Stall anscheinend nichts anhaben können oder gar sein Ansehen in der Bauernschaft schädigen könnten. Also fragt man sich zurecht, wenn es bei „denen da oben“ in den Ställen schon so aussieht, wie schaut es dann erst in den anderen Betrieben aus?
Nun zurück nach Graz. Als wir die Bilder zugespielt bekamen, waren wir entsetzt und betroffen. Wie kann so etwas sein? Kann man so zur Tagesordnung übergehen, weil das vielleicht nur ein Einzelfall ist?
Nein, man kann und darf nicht einfach verdrängen, man muss diese Leute, die solches Leid verursachen, anprangern und man muss sich auch als Konsument bewusst sein, dass man ein Verursacher ist. Jedes Stück Fleisch bedeutet Leid und Elend, bedeutet Angst. Solange die Menschen Fleisch, Milch, Eier und andere tierische Produkte essen, solange wird es dieses Leid geben. Ganz abgesehen von den ökologischen Auswirkungen, die der Fleischkonsum mit sich bringt. Nun, bis die Menschheit dafür bereit ist, konsequent danach zu leben, wird noch viel Zeit vergehen, oder die Menschheit wird diesen Tag wahrscheinlich nie erleben.
Und wenn einem die Tiere egal sind, dann sollte einem doch wenigstens die eigene Gesundheit wichtig sein.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Fleisch und Wurst als krebserregend ein.
Ein weiteres Problem sind die Treibhausgase. Laut einer Studie des WWF aus dem Jahr 2015, sollten wir unbedingt Gemüse, Getreide und Obst bevorzugen! Nach den Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit werden noch immer fast 2/3 mehr Fleisch gegessen, als für „gesund“ eingestuft wird. Gleichzeitig verursachen Fleisch- und Milchprodukte etwa 2/3 der direkten Treibhausgasemissionen.

Graz Steiermark Tierrechte

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Jochen Krieger View All →

Tierrechtler, Autor, Musiker

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