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RETTET DIE MUR

Auf der Liste der schlimmsten Murxereien müsste das Grazer Murkraftwerk schon ziemlich weit oben stehen. Angesichts der Entwicklungen im Rahmen des Klimawandels sind sich Stadtplaner in Europa seit Jahren einig, dass die Grünzonen und Grünräume vergrößert werden müssen. In Graz aber ist alles anders. In der Feinstaub-Hauptstadt steht brutalste Naturzerstörung auf dem Plan. Ein Baum lässt sich nicht von heute auf morgen ersetzen. Genau das soll aber der Bevölkerung weisgemacht werden. 8000 große und noch einmal so viele kleine Bäume stehen dem Projekt im Weg und Jungbäume sollen an deren Stelle gepflanzt werden. Leider noch dazu viel weniger als zuerst fallen müssen, und die meisten aus Platzgründen außerhalb der Stadt. Jahrzehnte lang wird das grüne Band durch die Stadt fehlen. Das Stadtklima wird empfindlich leiden, die Sauerstoffversorgung stark ab- und das Feinstaubproblem massiv zunehmen, nicht nur aufgrund der fehlenden Bäume, sondern letztendlich natürlich auch durch die Bautätigkeit selbst. Laut der offiziellen Aufsichtsbehörde E-Control steht bereits jetzt bei der Stromerzeugung eine Reserve von 90 – 130% des tatsächlichen Verbrauchs zur Verfügung. Das Kraftwerk wird nur 70-80GWh Strom produzieren und soll laut unabhängiger Studien das ineffizienteste in ganz Österreich sein. Der rund 84 Millionen Euro teure zentrale Speicherkanal ist auch deshalb notwendig, weil die Stadt selbst bei Neuerschließungen (170km) keine Regenwasserkanäle gebaut hat, obwohl diese gesetzlich vorgeschrieben sind. Überschüsse sind, laut Rettet die Mur, zweckentfremdet worden.

 

 

NATURVERNICHTUNG STAURAUMSPÜLUNG

 Es ist ein Trauerspiel, dass jedes Jahr an den Mur-Kraftwerken stattfindet. Millionen von Lebewesen sterben bei den sogenannten „Stauraumspülungen“ qualvoll im Stauwerk-Schlamm. Viele der verheerenden Folgen der Wasserkraft für die Natur sind meistens nicht sichtbar. Die größte Naturzerstörung findet unter Wasser statt – am Grund des Flusses. Durch den Aufstau des Wassers kann Schlamm nicht abtransportiert werden, lagert sich auf dem Grund ab und beginnt langsam zu faulen. Für Kleinstlebewesen bedeutet das Sauerstoffentzug und den Verlust des Lebensraumes, für Fische wird es unmöglich, ihre Eier abzulegen, denn sie brauchen den sauberen Kies fließender Flüsse. Besonders dramatisch wird es für die Unterwasserwelt jedoch, wenn es zur Stauraumspülung kommt. Bei Hochwasser werden die Wehrklappen der Wasserkraftwerke aufgerissen, um den Schlamm wegzuspülen. Mit rasender Geschwindigkeit ergießt sich die Faulschlammwelle auf alles Leben unter dem Kraftwerk und begräbt es unter sich. Durch den plötzlichen Sauerstoffverlust haben Fische und andere Wasserlebewesen keine Chance. Sie ersticken binnen weniger Sekunden oder werden vom Druck der Welle zerquetscht. Auch Fische, die sich in die seichteren Zonen flüchten, haben kein besseres Schicksal. Die Umgehungsgerinne und Fischaufstiegshilfen fallen aufgrund der schnellen Absenkung des Wasserpegels trocken. Die Fische sind gefangen und verenden qualvoll im Schlamm. Jedes Jahr sterben so lautlos die Millionen Opfer der Wasserkraft. Wichtige Links: http://rettetdiemur.at/ , http://murxkraftwerk.at/

Umwelt

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Claudia Maria View All →

Ich war immer schon anders. Ich wollte immer freier sein und mutiger, war mir selbst aber nie gut genug. Schon als Kind war ich die wildeste und empfindsamste. Das Erwachsenwerden hat mich dann schockiert und leiser gemacht. Meine Fragen waren immer: Warum tun die Menschen all das der Natur, den Tieren, einander und sich selbst an? Wofür? Die Erklärungen waren für mich ebenso erbärmlich wie unglaubwürdig. Auf meinem Weg habe ich dann viele Antworten gefunden und die für mich Wichtigsten habe ich mir immer selbst erarbeitet. Vorgekautes und wissenschaftlich Belegtes hat für mich nie dieselbe Bedeutung wie das, was ich selber spüren kann. Vegan zu leben ist für mich die einzige ehrliche Möglichkeit im Bemühen um eine bessere Welt.

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