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ÜBERWACHT

Ich schreibe gerne Krimis, die sind zum Teil fiktiv und zum Teil selbst erlebt. Die kommende Geschichte ist eine, die ich selber erlebt habe und wenn es nun nicht klare Indizien dafür gegeben hätte, hätte ich einfach gedacht „Einbildung“.

Menscherei bekommt seit dem Abgang von Herbert Oster aus dem „Aktiven Tierschutz Steiermark“ sehr viele Meldungen, die eben dort nun nicht mehr bearbeitet werden. Wir gehen natürlich jeder Meldung nach. Man kann dabei zirka von einer Erfolgsquote von 1:3 ausgehen. Einerseits sind Benachrichtigungen dabei, die unter Nachbarschaftsstreitigkeiten fallen, anderseits geschehen manchmal Dinge, die unter „nicht vorhersehbar“ fallen.

01 10 2010 Reise Ungarn 003
Verfolgung eines Tiertransporters im Ausland. Foto: Menscherei

Wenn man Tierquäler aufspüren möchte, und wer weiß wie lasch unsere zuständigen Behörden in den meisten Fällen arbeiten, dann ist klar, es muss Beweise geben, meist Bildmaterial, damit die Genannten tätig werden. Manchmal muss auch Druck über die Medien aufgebaut werden, die dankenswerter Weise darüber berichten.

Nun, was ist geschehen? Eine Tierquälerei wurde mir gemeldet und ich setzte mich ins Auto, fuhr 150 km in eine Richtung, um eingesperrte Tiere in einem entlegenen Waldstück anzusehen und nötigenfalls zu dokumentieren. Ich sage an dieser Stelle ganz klar, ich habe noch nie etwas beschädigt oder Menschen verängstigt. Wenn man will, kann man mich wegen Besitzstörung anzeigen. Für mich ist klar, Tierleben geht über das Private, und wenn Gesetzesübertretungen begangen werden, dann muss man das dokumentieren und anzeigen. Doch soweit kam es nicht. Plötzlich hinter mir die eindeutigen Geräusche einer Flugdrohne. Realität, keine Einbildung. Anscheinend versucht man mich zu überwachen.

Nun, dem nicht genug. Einige Tage später, als ich nach Hause kam und meine Türe aufsperren wollte, klemmte das Türschloss. Jemand hatte versucht, in meine Wohnung einzudringen oder war eingedrungen. Seit dem Tierschutzprozess weiß man ja, dass damals bei Tierschützern die Wohnungen verkabelt und abgehört wurden. Natürlich könnte ich das jetzt auch als Zufall abtun und sagen, das war ein „normaler“ Einbruchsversuch.

Das und noch viele andere eigenartige Umstände in letzter Zeit lassen mich nun zum Schluss kommen, dass die vielen „Zufälle“ eben keine mehr sind.

Bericht Tierrechte

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Tierrechtler, Autor, Musiker

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