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BAUER ODER TIERFABRIK

Eines unserer nicht niedergeschriebenen Kampagnenziele ist es, dass Tierfabriken verboten werden müssen. Vorhandene müssen geschlossen werden, Bauvorhaben dürfen nicht mehr umgesetzt werden.IMG_0009 (3)

Nun, dafür muss man einmal wissen was sind eigentlich Tierfabriken oder besser geschrieben, ab wann gilt ein Stall als Tierfabrik? In Österreich konnte ich dafür keine genaue Definition vom Gesetzgeber finden. Deshalb ein Blick nach Deutschland. Ein Industrieprojekt gilt dort ab:

1500 Schweinemast-, 560 Sauen-, 30.000 Masthühner, 15.000 Legehennen -bzw. Puten und 600 Rinderplätze. So das deutsche Bundesimmissionsschutzgesetz. Ab diesen Zahlen ist es nicht mehr denkbar, Umbauten mit Auslauf zu schaffen und eine tiergerechte Haltung zu organisieren.

Bleibt die Frage, ob diese Zahlen auf Österreich 1:1 umlegbar sind?

Man scheint sich über diese Zahlen auch innerhalb Deutschlands nicht einig zu sein. Laut Wikipedia findet man unter dem Begriff „Industrielle Landwirtschaft“ folgendes:

Agrarindustrielle Betriebe sind grundsätzlich Großbetriebe. Nach Helmut Klüter vom Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald liegen die Mindestgrößen bei:

  • Viehanlagen mit mehr als 500 Rindern (GV), und/oder mehr als 2000 Schweinen oder mehr als 380 Sauen mit 3000 Ferkeln und/oder mehr als 9000 Geflügeltieren, wobei die Besetzung einer Stallanlage 600 Tiere nicht überschreitet

  • Betrieben mit mehr als 500 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche.

 

All diese Zahlen sind natürlich schön und gut, sind ein Anhaltspunkt für die Menschen. Es ist natürlich zu hinterfragen, welche Interessensgruppen diese Gesetze beschlossen haben. In Österreich wissen wir ja, dass die Leute der Tierausbeutungsindustrie enormen Einfluss auf Gesetze nehmen. In den Reihen der zur Zeit wohl stärksten Partei Österreichs wimmelt es geradezu von Leuten die mit Tierleid ihr Geld verdienen.

Weiters gibt es ja noch das weitere Problem. Auch der kleinste Bauer kann in einer idyllischen Landschaft seine Tiere unter schrecklichsten Haltungsbedingungen dahinvegetieren lassen. Das haben wir ja nicht erst einmal mit eigenen Augen gesehen.

Welche ökologischen Einflüsse die Tierindustrie hat sehe ich immer wieder durch meine Besuche in der Südsteiermark. Maiswüste an Maiswüste reihen sich dort um die Schweine in ihren riesigen Stallungen zu mästen. Ohne Fleischkonsum könnten viele Flächen der Natur einfach zurückgegeben werden.

Tierrechte

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Jochen Krieger View All →

Tierrechtler, Autor, Musiker

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