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MILITANT UND MENSCHENFEINDLICH

Sie nennen Tierschützer gerne militant. Doch was heißt militant eigentlich laut Duden?

aggressivangriffslustigdraufgängerischgewalttätigherausforderndhitzigkampfbereitkämpferisch, kampfesfreudig, kampfeslustig, rabiatstreitbarstreitsüchtig, voll[er] Kampfgeist; (bildungssprachlich) kombattantmartialisch; (oft abwertend) eifernd; (gehoben veraltend) händelsüchtig

Alles Attribute, die der durchschnittliche Mensch gegenüber den Tieren auslebt. Denn, so provokant es klingt. Jeder Mensch der Fleisch isst, ist militant. Jeder dieser Menschen gibt den Auftrag zum Töten und ist somit aggressiv und kämpferisch. Hitler, Stalin und Co. haben dies millionenfach ausgelebt. Gewalt gegen Schwächere. Nur wird heute ein schönes Mascherl über die Geschundenen und Getöteten gebunden und somit scheint für die Menschen alles normal und okay zu sein.

Nun, warum nennt man vegane Menschen gerne militant? Es ist relativ einfach erklärt. Da kommt das schlechte Gewissen auf zwei Beinen daher, ist vielleicht auch noch gesund und glücklich und kommt ohne Tiermord aus und zeigt einem, dass man etwas falsch macht. Denn eines muss 2017 allen klar sein. Es ist ganz einfach, sich vegan zu ernähren. Es gibt keine Ausreden, es nicht zu tun. Dank Internet könnte selbst dem einfach gestricktesten Geist klar sein, dass Tiere essen, Tiere ausbeuten, einfach nicht okay ist. Doch der Mensch wird in Zukunft erst gezwungen werden müssen, auf Fleisch zu verzichten. Denn mit diesem Bevölkerungswachstum wird es unmöglich der steigenden Nachfrage nachzukommen. In nicht allzu ferner Zukunft wird Fleisch rationiert oder überhaupt verboten werden. Nicht aus Mitgefühl mit den Tieren. Der Grund dafür ist einfach. Nichts killt die Umwelt so wie die Massentierhaltung.

Liest man Foren in denen über Fleischkonsum diskutiert wird, dann fällt mir eines immer wieder auf. Alle kennen sie ihren Bauern, alle holen das Fleisch bei dem ab und beruhigen so ihr Gewissen. Dass gerade einmal 2% der Tiere artgerecht gehalten werden, spricht allerdings eine andere Sprache. Die Sprache nämlich, dass diese Forum-Menschen sich schlicht und ergreifend selbst belügen. Abgesehen davon, dass es einfach schwer zu hinterfragen ist, was diese sogenannten 2% tun. Denn angenommen, diese Tiere hätten den Himmel auf Erden. Der Tag kommt trotzdem, an dem sie gewaltsam den Tod finden. Man stelle sich vor, da bekommt man das schönste Leben, sitzt im wunderschönen Haus am Meer und eines Tages bleibt davor ein LKW stehen und man wird verschleppt und getötet. Kein schöner Gedanke, oder?

TIERSCHÜTZER UND VEGANER SIND OFT MENSCHENFEINDE

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Jeder vegan lebende Mensch ist alleine durch sein Tun ein größerer Menschen-, Umwelt-, und Tierfreund als es ein unveganer jemals sein kann. Nicht nur durch den ökologischen Fußabdruck wird der vegane Mensch klar das bessere Ergebnis erzielen. Denn, die meisten veganen Menschen leben eben so aus Mitgefühl. Das schließt den Menschen naturgemäß mit ein. Ich kenne niemanden, der vegan lebt, der gleichzeitig nicht für Mensch und Umwelt einsteht. Andersrum aber erfahre ich immer, dass Menschen, die Standard-Floskeln abgeben, wie: „Kümmert euch lieber um Kinder!“ sich um nichts kümmern, außer um sich selbst. Ich kenne keinen echten Umwelt- oder Kinderfreund, der so etwas sagen würde. Diese Aussagen entstehen nur, um zu provozieren, um sich selbst auf ein Podest zu stellen, das es gar nicht gibt.

 

Bericht

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Jochen Krieger View All →

Tierrechtler, Autor, Musiker

2 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Hi,

    ich kann dem was du schreibst nur zustimmen.
    Diese Diskussionen sind immer dieselben. Wie oft ich mir schon anhören durfte mir seien Menschen egal. Oder ich solle mal mehr für Menschen tun. Ich kann es gar nicht mehr zählen.
    Zynisch dabei ist, dass ich als Altenpflegerin arbeite und somit von Berufswegen mich dazu entschieden habe etwas für Menschen zu tun. Werfe ich das in den Raum, ist mein Tun diesbezüglich nebensächlich. Dann heißt es sogar manchmal man hielte sich wohl für etwas Besseres.

    Vor kurzem erst führte ich mal eine Diskussion mit einer anderen Bloggerin. Es ging darum, dass verarbeitetes Fleisch ein Karzinogen ist.
    Sie meinte alles errege Krebs, sogar die Luft (Abgase). Und die WHO riete ja nur zu einer Minimierung des Fleischkonsums. Es könne Krebs erregen müsse aber nicht. Und ich meinte war da eben anderer Ansicht.
    Nun ja, sie beleidigte mich als Extremist und faselte etwas von B12 Mangel
    Ihr darauf folgender Beitrag war dass sich ihre Ansicht über Veganer nun grundlegend geändert hätte.

    Um als militanter Veganer zu gelten, reicht es offensichtlich schon lediglich eine andere Meinung zu haben.
    Mein Mitgefühl für solche Mitmenschen ist da praktisch nicht vorhanden.
    Es sagt jedoch sehr viel über die vermeintlich nicht militanten Nicht-Veganer aus, wie ich finde. Aber das bleibt wohl jedem selbst überlassen wir man sein und schlussendlich handeln möchte.

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  2. Vielen Dank für diesen Beitrag!
    Stellt man das wackelige Weltbild bestimmter Menschen infrage, ist man ja immer direkt der Böse. Das Bild der militanten VeganerInnen wird auch unheimlich gerne in „Wissens“sendungen, Artikeln, Comedy- und Talkshows etc. propagiert und dann natürlich gerne von betreffenden Personen übernommen. Eigentlich ist Veganismus eine der am wenigsten militanten Dinge, die es gibt.
    LG

    Gefällt 1 Person

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