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NACH TÖTUNG VON KATZE SCHULDSPRUCH WEGEN TIERQUÄLEREI

Am Landesgericht für Strafsachen in Graz hat heute der Prozess gegen Herrn P. stattgefunden, der im Juni vergangenen Jahres die Katze seiner Wohnungsnachbarin aus dem 4. Stock geworfen hat. Zur Erinnerung: Ereignet hat sich der Vorfall im Kurhotel Grazerhof in Bad Gleichenberg. Frau R. verbrachte dort ihren Kuraufenthalt mit ihrem Hund und der 16 Jahre alten Katze – die noch dazu ein „Andenken“ an ihre kurz zuvor bei einem Autounfall im Ausland verstorbene Tochter war.
Ihr Nachbar Herr P., ebenfalls Kurgast in dem Hotel, hat Putzi aus dem 4. Stock geworfen, nachdem diese über den Balkon in sein Zimmer gekommen war. Da seine Hovawarthündin die Katze gejagt habe, wäre sein Eingreifen im Sinn der Katze gewesen. Er hätte nicht die Absicht gehabt, sie zu verletzen. Er hätte nicht wissen können, dass es sich um ein so altes Tier handelt. Eine junge Katze wäre sicher unverletzt geblieben. Außerdem würde das Grundstück unter seinem Balkon in einem Hügel bergab verlaufen, so dass die Katze nicht wirklich 4 Stockwerke tief gefallen wäre.
Dass das so nicht stimmt, stellt der Richter anhand eines Fotos vom Tatort fest. Man könne nicht einfach sagen, ein junges Tier hätte überlebt, und „die Alte hat eben Pech gehabt.“ Warum er die Katze nicht im Flur abgesetzt oder hinunter zur Rezeption gebracht hätte, fragte er den Angeklagten.

 

Urteil wegen Tierquälerei

Vor kurzem war es vor allem am Land noch üblich, unerwünschten Katzennachwuchs ganz einfach zu entsorgen. Kaum jemand hat sich dabei etwas gedacht. Katzen wurden in einen Sack gesteckt und „daschmissen“, sie wurden erschlagen oder ertränkt. Schon allein die Tatsache, dass die Tötung einer Katze vor Gericht verhandelt wird, ist ein wunderbares Zeichen dafür, dass die Etablierung von Tierrechten in einer zivilisierte Gesellschaft unerlässlich ist.
180 Tagessätze zu je 10 Euro plus die Tierarzt- und Einäscherungskosten für die arme Katze, die nach einer Querschnittslähmung eingeschläfert werden musste. „Man wirft ein Tier nicht so einfach aus dem Fenster“, meint der Richter. Diese Erkenntnis und das Urteil wegen Tierquälerei sind ein Meilenstein für die Rechte der Tiere. Schade nur, dass der Angeklagte – ähnlich wie der Jäger Helmut P., der, nachdem er zwei Hunde erschossen hat, ebenfalls wegen Tierquälerei verurteilt worden ist – nichts verstanden hat. Man ist sich keiner Schuld bewusst. „Volle Berufung“, verlautet der Verteidiger nach einer kurzen Unterredung mit seinem Mandanten wütend und verständnislos. Auch hier geht es nun weiter ans Oberlandesgericht.

NATIONAL

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Claudia Maria View All →

Ich wollte immer freier sein und mutiger, und die geltenden Spielregeln habe ich schon als Kind angezweifelt. Meine Fragen waren immer: Warum tun die Menschen all das der Natur, den Tieren, einander und sich selbst an? Wofür? Die Erklärungen waren und sind für mich ebenso erbärmlich wie unglaubwürdig. Meine für mich selbst gefundenen Antworten waren immer die einzigen, denen ich vertrauen konnte. Vegan zu leben ist eine davon und - davon bin ich felsenfest überzeugt - auch die einzige ehrliche Möglichkeit im Bemühen um eine bessere Welt.

2 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Liebe Claudia,
    ich hoffe ich darf per Du sein. Ich bin sicher die Ältere von uns beiden.
    Ich bin zur Zeit auf Urlaub, in Paros – Griechenland, – mit meiner Jumpy Hündin, die ich vor drei Jahren von der Insel adoptiert habe.
    Hier mache ich einen sehr langen Urlaub, nachdem der Prozess in Malaga, nach 5 Jahren!!, endlich im Oktober, 2017, in Malaga von dem tragischen Verkehrsunfall meiner verstorbenen Tochter, über die Bühne gegangen ist.
    Dass ich nochmals so leiden musste, während meines Kuraufents im Vorjahr, hätte ich mir nie gedacht.
    Hier auf Paros lecke ich meine Wunden. Kann endlich loslassen, nach dem ein Abschluss vor Gericht, und ein Urteil gefällt wurde.
    Mein Kind lasse ich nie los, doch die ständigen Telefongespräche mit meinem Anwalt in Malaga, sämtliche juristischen Abhandlungen, während der letzten fünf Jahre, Dokumente schicken, – den Stand der Anhörungen erfragen, usw. ließen mich nicht zur Ruhe kommen.
    Ich wollte IHNEN von ganzem Herzen für Ihre Arbeit, und Fürsorge,und den Einsatz für die Wesen danken, die die besseren Menschen sind!!!!
    Und denen Sie eine Stimme leihen, die keine haben. Denn sie lieben uns bedingungslos. Hut ab, was Sie, und der Tierschutz in der heutigen Zeit erreicht haben.
    Im Namen meiner Putzi, (ich trage sie immer in meinem Herzen) und mir, danke ich für Ihren Einsatz!
    Herzlichste Deine Christa
    Paros am 29.April 2018
    Tel: +43 699 170 800 11
    Mail: ginki@hotmail.com

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Christa,
      danke für Deine lieben Worte. Ich freue mich sehr darüber, dass Menschen heute für Verbrechen an Tieren verurteilt werden, die vor kurzem noch ganz „normal“ waren. Das ist ein schwacher Trost und wenigstens ein kleiner Lichtblick auch für Dich. Was Du erlebt hast, das kann sich kaum jemand vorstellen. Aber jetzt sollst Du nach vorne blicken und die Zeit in Griechenland so gut es geht genießen. Das ist das Leben. Es gibt und nimmt und wir sind alle nur zu Gast hier. Alles Liebe Dir und noch eine wunderschöne Zeit in Griechenland
      Umarmung Claudia

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